Halbinsel Peljesac

Peljesac ist nach Istrien mit 350 km⊃2; die zweitgrößte Halbinsel Kroatiens. Dabei ist sie ca. 70 km lang und nur wenige Kilometer breit. Der strategisch wichtige Zugang zu Peljesac und seinen Häfen und die einzige Verbindung zum Festland liegt bei Dubrovnik, was ja durch das bosnisch-herzegowenische Gebiet um Neum (siehe Neretva-Delta) vom restlichen Kroatien abgetrennt ist. Peljesac bietet eine abwechslungsreiche Vegetation in einer vielseitigen Landschaft. Berge, vor allem der knapp 1000 m hohe Sveti Ilija (Heiliger Elias), und Täler mit Oliven- und Feigenbäumen prägen neben großen Weinbergen (Kastelet, Dingac) die Landschaft. Haupteinnahmequellen für die 8.150 Bewohner sind Weinanbau, Fischfang und Muschelzucht.

Zitat aus einem online Kroatien-Reiseführer. Dem ist nur mehr hinzuzufügen, dass die Schönheit dieser Halbinsel wirklich nur schwer zu beschreiben ist.

Am häufigsten waren wir in Ston. Der Ort bietet zwei Supermärkte, eine Bank mit Bankomat, Postamt und mehrere gute Restaurants mit angemessenen Preisen. Überragt wird Ston von der Befestigungsanlage. Der Online-Reiseführer schreibt über Ston:

Ston besteht aus den beiden Städtchen Mali Ston ( knapp 200 EW) und Veliki Ston ( rund 500 EW). Die beiden voneinander unabhängigen Stadtteile sind durch eine Festungsanlage, einer Mauer, die rund 5 km über den Berg führt, miteinander verbunden . Mali Ston liegt am Malistonski Kanal, Veliki Ston am Stonski Kanal.
Schon die Römer errichteten an dieser schmalen Landenge am Eingang zur Halbinsel Peljesac eine Siedlung und nützten die günstige Lage von Veliki Ston zum Anlegen von Salzgärten. Nach verschiedenen Slawenfürsten ( z. B. den Duklja) und den serbischen Nemanjiden kaufte die Republik Ragusa ( Dubrovnik) Ston dem König Dusan ab. Ston war eines der sieben Rektorate der Republik Ragusa und hatte eine enorme wirtschftliche Bedeutung. Die Salzgewinnung und der Salzhandel waren Staatsmonopol und erbrachten einen großen Teil der Einnahmen für Ragusa. Die mehr als 400 qm großen Salzgärten, die reichsten in der ganzen Adria, mussten vor Feinden geschützt werden und daher begann man im 14. Jhd mit dem Bau einer Befestigungsanlage. Drei Festungen ( Koruna in Mali Ston, die Festung auf dem Berg Podzvizd und die Festung Veliki Kaštio in Veliki Ston waren durch Mauern miteinander verbunden. Sie führten mehr als 5 km über den Berg hinweg und bestehen teilweise heute noch . Die Mauer hatte damals mehr als 40 Türme und Bastionen und gilt heute als längste Festungsmauer in Europa.
Ston wurde 1996 von einem verheerenden Erdbeben erschüttert, das vor allem den Ortsteil Veliki Ston traf.Die meisten Schäden wurden inzwischen beseitigt.


Der malerische Ort Orebic ist das touristische Zentrum der Halbinsel. Geprägt von den vielen schönen Admiralsvillen und der Fähre nach Korcula liegt der Ort unterhalb des 961m hohen Sveti Ilija (Heiliger Elias) am östlichen Eingang des Peljeski Kanal.

Der Reiseführer schreibt über die Geschichte von Orebic:

Orebic wurde Ende des 15. Jahrhunderts gegründet. Früher lebten in Orebic pensionierte Schiffskapitäne, die für die Besitzer der kleinen Reedereien Boote für die Republik Ragusa bauten. Daran erinnern heute noch die auffallenden Steinhäuser, ehemalige Kapitänsvillen, die den kleinen Ort zieren.
Die Geschichte(n) ihrer Bewohner sind im Seefahrtsmuseum am Trg Mimbelli zu ergründen, in dem hauptsächlich Exponate aus der Seefahrt, zum Beispiel geborgene Amphoren oder Navigationsgeräte, ausgestellt werden.
Die wohlhabende und angesehende Familie Orebic, ist auch heute noch allgegenwärtig. An der Promenade entlang findet man mehrere ihrer Trinkwasserbrunnen.
Hierzu gibt es diese Erzählung von Einheimischen: Da seine Frau verstorben war und er mittlerweile mit seiner Haushälterin angebandelt hatte (heute sagt man dazu Lebensabschnittsgefährtin) und diese von den Einwohnern Orebic nicht anerkannt wurde, ließ der Namenspatron diese Trinkwasserbrunnen mehr oder weniger in Ihrem Namen erbauen, damit die Bewohner von Orebic immer sauberes Trinkwasser hätten. Entlang der Promenade sieht man einige davon. Wenn man nun den Friedhof am Franziskanekloster besucht, finden wir diese besagte Dame direkt neben der Familiengruft derer von Orebic. Somit hatte er sie doch noch integriert und damit erreicht, dass sie anerkannt wurde.


Die Schönheit von Ston und Orebic zeigen am besten Bilder (Diashow, 46 Bilder)