Covid19, der Wahnsinn und wir

2020 war das zweite Jahr seitdem ich meine Pension genieße. Alles war super und toll. Wir planten einen Urlaub an der Ostsee, genauergesagt in Dahme. Ferienhaus wurde ausgesucht und gebucht, die freudige Erwartung nahm ihren lauf. Und dann, im Februar, begann sich alles zu ändern. Die ersten „Corona“ infizierten gab es in Österreich. Schnell wurde klar, dass dies etwas ernstes ist. Etwas, was neu, unerwartet, unerforscht und unvorhersehbar ist. Im März, während des 1. Lockdowns, schwanden die Hoffnungen auf unseren geplanten Aufenthalt in Dahme. Das Ferienhaus wurde storniert (danke dem Vermiter für den Verzicht auf Stornogebühren!) und uns wurde klar, dass wir zu Hause bleiben werden.

Zu Hause bleiben – das war jetzt angesagt. Social distancing. Der Babyelefant wurde geboren und der Großteil der österreichischen Bevölkerung hielt sich an die Regeln. Leider liegt es in der Natur des Menschen, dass einem das Hemd näher ist als die Jacke. Einige wollten und wollen nicht einsehen, dass alles getan werden muss, um dieses Covid19-Virus unter Kontrolle zu bringen. Niemand vernünftig denkende Mensch will, dass es dazu kommt das Ärzte bestimmen müssen, wer behandelt wird und wer seinem Schicksal – welches dann meistens der Tod ist – überlassen wird. Dazu braucht es genügend Versorgungsmöglichkeiten, sprich Intensivbetten.

Es kam der Sommer, die strengen Regeln wurden lockerer und die Menschen konnten wieder mehr unternehmen. Auch Reisen waren plötzlich möglich. Natürlich nutzen dies viele. Ich brauche Urlaub. Ich muss raus hier. Und als dann im Herbst die Zahl der Infektionen stark stieg, die Situation wieder kritisch wurde gab es natürlich nur einen Schuldigen: Die Politik!

Meine Meinung dazu ist:
Egal welche Partei oder Parteien zu dieser Zeit die Regierung bildet – keine hätte anders handeln können. Entscheidungen im nachhinein zu beurteilen ist nicht zu vergleichen mit die Entscheidung jetzt zu treffen. Es heißt ja nicht umsonst: Aus Fehlern lernt man. Aber am schlimmsten für mich ist: Es werden Beschuldigungen, Versagen usw. in der Öffentlichkeit verbreitet, die – wenn man nur etwas logisch nachdenkt – ein Hirngespinst sind. „Die Regierung hätte während des Sommers für mehr Intensivbetten sorgen können“. Ja natürlich. Die notwendige „Hardware“ die hätte angeschafft werden können. Hat sich von diesen Menschen, die das fordern, einer davon interessiert wie lange die Ausbildung des dafür notwendigen Personals dauert? Das sind Jahre. Da hilft es nichts einfach die Intensivbetten zu schaffen. Ohne qualifiziertem Personal geht da gar nichts.

Der nächste Punkt, der mir meine noch übriggebliebenen Haare zu Berge stehen lässt: Planungssicherheit!. Na super, Planungssicherheit wünschen wir uns alle. Doch für eine Planungssicherheit muss auch alles nach Plan laufen. Ich ersuche alle, die diese Planungssicherheit fordern, sich – sofern sie geistig dazu überhaupt in der Lage sind – folgendes vorzustellen:
Sie haben einen Dienstleistungsbetrieb. Sie müssen, um dem Ansturm gerecht zu werden, jeden Tag in der Woche zu jeder Stunde genügend Personal bereitstellen um dies zu bewältigen. Dazu machen sie einen Dienstplan. Der Dienstplan ist fertig und funktioniert wunderbar. Solange alles so wie geplant läuft. Plötzlich fallen Ihnen aber von den 10 benötigten MitarbeiterInnen 4 aus. Was nun? Der Ansturm kann nicht mehr bewältigt werden. Was werden sie machen? – Richtig! Den Dienstplan ändern. Ihre Planungssicherheit wurde aus der Bahn geworfen und sie müssen handeln, damit der Ansturm trotzdem bewältigt werden kann. Daher verstehe ich es: Alle Maßnahmen funktionieren nur solange, solange die Vorhersagen übereinstimmen. Ändern sich diese, hauptsächlich verursacht durch Corona-Leugner (das ist meine persönliche Meinung), müssen auch die Maßnahmen geändert – besser gesagt angepasst – werden.

Und als letztes was mich wirklich ärgert: die Impfgegner!
Vor der Coronazeit hat niemand etwas dagegen gehabt vor einer geplanten Reise die notwendigen Impfungen über sich ergehen zu lassen. Und es ist wirklich lustig wenn man sich verschiedene Profile von Impfgegnern in den sozialen Medien ansieht: Fotos, Videos und Berichte aus Ländern die nur mit einer vorhergehenden Impfung besucht werden konnten und können. Da war die Impfung OK. Es ging ja um Eigeninteresse. Eine Impfung – so wie gegen Masern, Poken – zum Schutz vor dem Covid19 Virus wird lautstark abgelehnt. Es wird zitiert, dass sogar die WHO und andere renomierten Stellen „zugeben“, dass nicht gesagt werden kann, ob ein geimpfter das Virus weiterverbreiten kann. Hallo Leute – aufwachen, nachdenken und (falss vorhanden) Hirn einschalten. Wie soll etwas bewiesen werden, was noch gar nicht möglich ist. Es ist bewiesen, dass die Impfung zu 95% vor der eigenen Erkrankung schützt. Das ist Fakt. Um wissenschaftlich zu beweisen, dass diese geimpften das Virus weiterverbreiten oder nicht braucht es eine wichtige Voraussetzung: Eine genügende Anzahl von
1. geimpften Menschen und
2. die sich nach der Impfung mit dem Covid19 Virus infiziert haben.
Erst dann kann dies mit Studien wissenschaftlich erforscht werden. Nur diese Voraussetzungen können JETZT noch nicht da sein.
Also all ihr Menschen, die sich aus purem Eigennutz für die Urlaubsreise impfen haben lassen: Warum lasst ihr euch jetzt nicht – aus purem Eigennutz – vor einer Erkrankung an Covid19 schützen?
Selbst wenn im schlimmsten, für mich persönlich eher unwahrscheinlichem Fall, die Impfung die weitere Verbreitung nicht verhindert, so verhindert sie zu 95% (und wer sich ein bisschen über die Wirkung von Impfstoffen informiert weiß, dass dies ein sehr hoher Wert ist) eine Erkrankung. Keine Erkrankung bedeutet keine notwendige medizinische Versorgung. Kein benötigtes Intensivbett bei einem schweren Verlauf der Erkrankung.
Je mehr Menschen – auch wenn es nur aus purem Eigenschutz ist – sich impfen lassen, zu 95% nicht am Covid19 Virus erkranken, umso weniger wird unser medizinisches System belastet. Ist das wirklich so schwer zu verstehen?
Und dann noch die ganzen „Horrormeldungen“ von Nebenwirkungen der Impfung. Völlig aus dem tatsächlichen Kontext gerissen werden Schlagzeilen verbreitet die schockieren. Bitte liebe Mitmenschen – hinterfragt solche Meldungen. Eine sehr gute Quelle dazu ist Mimikama. Dort könnt ihr dann finden, was diese Meldung wirklich aussagt.

Wir, meine Frau und ich, waren nie die großen Party-Tiger. Wir sind seit jeher am liebsten zu Hause und genießen unser Leben. Ich kann es verstehen, dass andere lieber gerne unterwegs sind, Party machen wollen, Feiern usw. Und obwohl für uns das Social Distancing kein Problem ist wünschen wir uns, wünsche ich mir, wieder ein „normales“ Leben. Um dies zu erreichen, müssen wir alle – ob wir wollen oder nicht – alles dafür tun damit das Virus unter Kontrolle von uns ist. So wie bei Masern. So wie bei Poken. Auch diese Erreger sind unter uns. Durch Impfung sind wir aber geschützt.

Wir – meine Frau und ich – werden uns impfen lassen sobald es für uns möglich ist. Denn auch wenn wir die meiste Zeit zu Hause sind – eine Ansteckung ist immer möglich. Ich will nicht am Covid19 Virus erkranken.

Meine Bitte an alle die dies bis hierher gelesen haben: Information ist gut und wichtig. Aber bitte informiert euch nicht nur von einer Quelle. Gerade jetzt, in der Zeit der globalen sozialen Medien, der Zeit wo bewusst Falschmeldungen, Angst und Unsicherheit geschürt werden, gerade jetzt ist es wichtig Meldungen zu überprüfen, zu hinterfragen. Nicht einfach wie die Lemminge alles nachsagen und dann über den Abgrund stürzen.

2020 – Was für ein Jahr

Hallo Welt – ich bins nach langer Zeit wieder, Euer Dusty. Ja, ich habe jetzt schon lange nichts mehr von mir hören lassen. Ihr braucht aber keine Angst um mich haben: Mir geht es einfach nur super. Natürlich gibt es immer noch Luft nach oben, aber ich bin sehr zufrieden.

Herrli ist jetzt schon das zweite Jahr in Pension. Trotzdem stehen wir immer noch früh auf. So zwischen 6 und 7 Uhr ist jetzt unsere Zeit für die Morgenrunde. Einen Tag geht Herrli mit mir, den nächsten dann Frauli. Meistens halt. Und ab und zu fahren wir nach Parndorf, auf die Wiese! So nennen wir die Hundezone in Parndorf. Dort kann ich dann ohne Leine toben. Am schönsten ist es, wenn andere KollegInnen auch da sind. Wenn nicht, dann stehe ich am „Feldherrenhügel“ (so hat es Herrli genannt) und schaue genau zum Eingang und hoffe, dass bald jemand kommt.

Manchmal treffen wir dort Bex – ein Rottweiler. Mit dem verstehe ich mich ganz super. Wenn aber sein Frauli mit ihm mit dem Ball spielt, ist ihm das lieber. Wenn aber kein Ball dabei ist, dann haben wir ganz viel Spaß. Herrli hat auch einen Film gemacht. Da sind dann Bex und ein anderer, kleinerer Hund gekommen. Der kleine hat aber nicht richtig mitgespielt, Frauli hatte offensichtlich Angst, dass ihm was passiert. Dabei sind wir, Bex und ich, ganz lieb zu kleineren KollegInnen. Hier könnt Ihr Euch den Film ansehen:
https://youtu.be/tpEsyKgqjIo

Nach unserer Gassirunde oder der Wiese gibt es dann Frühstück. Danach lege ich mich dann meistens wieder ins große Bett und schlafe noch eine Runde. Je nach Wetter, Lust, Laune und Harndrang gehe ich auch immer wieder mal in den Garten. Wenn da jemand auf der Straße vorbeigeht, dann Belle ich immer – damit die wissen, dass ich da bin. Frauli mag das nicht besonders – die kommt dann immer und sagt ich soll ruhig sein. Sie versteht einfach nicht, dass ich das doch melden muss, wenn da jemand ist.

Manchmal – also eigentlich so zwei mal in der Woche – fahren meine Kahlnasen (auch das stimmt so nicht mehr – Herrli hat jetzt auch ein Fell im Gesicht) einkaufen. Manchmal fahre ich mit und warte mit Herrli im Auto während Frauli im Geschäft ist, manchmal bleibe ich aber auch lieber zu Hause und schlafe eine Runde.

Lustig ist, dass jetzt alle Menschen mit Maulkorb rumlaufen. Wenn Frauli aussteigt, nimmt sie auch immer einen Maulkorb. Ich nicht, weil ich bin ein braver. Aus unseren geplanten Uraub an der Ostsee, in Dahme, ist wegen dem komischen Virus nichts geworden. Mir ist das egal. Ich habe zu Hause auch genug Spaß. Im Sommer ist immer ganz lustig mit Frauli und Herrli raus – rein zu spielen. Das heißt, ich stell mich vor die Terrassentür, weil ich raus in den Garten will. Wenn dann beide wieder sitzen, dann will ich wieder rein. Sitzen sie wieder eine Weile, dann will ich wieder raus usw.
Ich muss ja darauf achten, dass die Beiden genug Bewegung machen 😉

Herrli erzählt mir auch ganz oft von „Onkel Bela“ – so nenn ich ihn. Herrli kennt ihn zwar nur von Facebook, ist aber von diesem Menschen ganz begeistert. Onkel Bela hat auch eine Fellnase – Felicitas oder kurz Feli, auch die Sky Walkerin oder das Einhorn genannt. Ich kenne sie von Bildern. Die sieht so lieb und süß aus. Leider hat sie eine ganz schlimme Zeit hinter sich. Ich freu mich für sie, dass sie jetzt bei Onkel Bela ist. Wenn Ihr mehr über Onkel Bela erfahren wollt, dann könnt Ihr es hier machen:
https://www.facebook.com/tierarztbelawolf oder
https://www.facebook.com/FerryFeli-110333087540952 oder
http://www.tierarzt-wien.com/
Onkel Bela hat schon viele Bücher geschrieben – Herrli hat sie alle und zitiert dann auch immer was davon. Ein besondere Überraschung war, als Onkel Bela Herrli und mich gezeichnet hat.

Zustande gekommen ist das, weil es eine Diskussion ums tragen von Pelz (oder Fell) gab. Onkel Bela hat ein Bild gemalt, wo er Feli um den Hals trägt. Herrli hat dann kommentiert, dass er das mit mir nicht machen kann, da ich zu schwer bin. So ein blödsinn – ich und schwer. Hab doch grad mal 32 Kg, zumindest beim letzten mal. Frauli sagt ich bin dick geworden. Das stimmt aber nicht. Jedenfalls hat dann Onkel Bela Herrli mit diesem Bild geantwortet.

Ich hab so lachen müssen. Und jetzt im Advent hat Onkel Bela jeden Tag ein Bild von einem Hund seiner Facebook-Freunde gemalt. Und ja – ich war auch dabei:

Da hab ich aber geschaut als Herrli vorm Computer gesessen ist, in Facebook herumgestöbert hat und dann plötzlich ich mich vom Bildschirm ansehe. Ich bin richtig stolz – denn so ein schönes Bild hat nicht jeder Hund!

So, jetzt habe ich genug erzählt. Mehr dann beim nächsten mal. Und ich verspreche Euch, eine so lange Pause wird es nicht mehr geben.

Euch allen noch schöne Feiertage und alles Liebe und Gute im neuen Jahr.
Machts es gut –

Euer

Dusty

Mein Tag bei der AERO 2018 in Friedrichshafen

Heuer fand die 16. German Flight Simulation Conference – veranstaltet von Aerosoft – zum ersten Mal im Rahmen der AERO 2018 vom 18.04. bis 21.04.2018 in Friedrichshafen statt. Zwei interessante Veranstaltungen an einem Ort. Ein guter Grund dies für einen Ausflug zu nutzen. Kurze Rücksprache mit meinem Mausi und schnell war klar, dass ich alleine dorthin reisen werde. Damit das ganze noch schöner wird, habe ich mich dazu entschlossen nicht mit dem Auto und einer Nächtigung sondern per Flug an- und abzureisen. So bestand dieser Tag, der 20. April 2018, aus 4 Flügen, dem Besuch der AERO, interessante Vorträge im Flight Simulation Bereich und viel, viel, viel gehen. Hier der Tag detailliert:
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Wenn Ungewissheit zur Gewissheit wird und dann doch wieder ungewiss ist

Verwirrend der Titel, oder?
Was meine ich damit, wenn ungewisses zur Gewissheit wird und dann doch wieder ungewiss ist?
Ist es also immer ungewiss?

Viele werden hier vielleicht denken „so ein Blödsinn, das gibt es nicht“. Ja – stimmt. Und stimmt doch auch wieder nicht. Warum? Das versuche ich hier darzustellen.

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Gedanken zur türkis-blauen Regierung

Als das Ergebnis der Nationalratswahl vom 15. Oktober 2017 feststand war es für viele, auch für mich, schon sehr wahrscheinlich, dass es zu einer Regierung mit FPÖ Beteiligung kommen wird. So überraschte mich die Ankündigung von Sebastian Kurz mit der FPÖ in Regierungsverhandlungen zu gehen überhaupt nicht. Überraschend – oder besser gesagt erstaunlich – war dann die Tatsache, dass während der gesamten Zeit der Regierungsverhandlungen immer nur positives zu hören war. Kein Streit, keine Uneinigkeiten, kein Zwist.

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Die Leidenschaft die Leiden schafft

Fußball ist meine Leidenschaft. Nicht aktiv – da halte ich es immer noch wie Winston Churchill: No sports! Als Fan im Stadion sitzen, seine Mannschaft in Aktion zu sehen, die Stadionatmosphäre – das hat schon was. Der Titel heute hat nichts zu tun mit der momentanen Krise, in der meine Mannschaft – der SK Puntigamer Sturm Graz – derzeit steckt.

Leiden schafft Fußball nicht nur mir. Auch nicht nur bei Misserfolgen. Leiden schafft uns Fans einiges. Vieles liegt auch an der heutigen hochtechnisierten Welt. Ein Thema für uns Fußballfans sind immer schon die Schiedsrichter gewesen. Eine Entscheidung gegen die eigene Mannschaft war schon immer und wird immer zu Emotionen führen. Gerade nach der vergangen Bundesligarunde sind die Schiedsrichter wiedereinmal in den Mittelpunkt gekommen. In etlichen Wiederholungen, extremer Verlangsamung, mit Einblendung von Hilfslinien wird dem Schiedsrichterteam eine Fehlentscheidung nachgewiesen.

Sind Schiedsrichter heute so viel schlechter?

Ich sage nein! Fehlentscheidungen hat es schon immer gegeben. Sie gehören dazu wie der Ball, das Tor, die Eckfahne, das Spielfeld. Nur seit einigen Jahren haben sich die Medien – insbesondere das Fernsehen – in Ihren Möglichkeiten stark verändert. Wiederholungen, Zeitlupen, Standbilder, grafische Einblendungen – das alles hat es vor gar nicht so langer Zeit nicht gegeben. Auch früher wurden Schiedsrichterentscheidungen diskutiert und kommentiert.

Wenn eine Szene mehrmals aus verschiedenen Blickwinkeln in Standbilder zerlegt wird, dann ist es einfach zu sagen: Das war eine Fehlentscheidung. Ich glaube fest daran, dass normalerweise (Ausnahmen durch Bestechung etc. hat es leider schon gegeben – aber wirklich nur Ausnahmen) jeder Schiedsrichter und Assistent seine Aufgabe nach bestem Wissen und Gewissen wahrnimmt.

In vielen Kommentaren von heute schon älteren „Experten“ hört man sehr oft, dass sich der Sport im Allgemeinen aber auch Fußball im Laufe der Zeit immer mehr weiterentwickelt hat. Die Technik wurde besser, das Spiel schneller. Die Schiedsrichter arbeiten heute aber fast noch so wie zu Beginn des Sports. Fast noch so – denn die Kommunikation mit den Assistenten und dem 4. Schiedsrichter wurde durch Funkverbindung verbessert.

Viele Sportarten wurden im Laufe der Zeit mit technischen Hilfsmitteln versehen. War früher die Weitenmessung beim Schispringen durch Weitenrichter macht das heute die Elektronik. Selbst im so vornehmen Tennis hat die Technik Einzug gehalten.  Nur beim Fußball ist alles noch beim Alten. Ich bin mir aber sicher, dass auch in diesem Sport technische Hilfsmittel möglich wären bzw. möglich sein werden. Bis dahin dürfen wir uns weiter ärgern, wenn im Fernsehen wieder genau gezeigt wird, dass der Spieler um Haaresbreite im Abseits war oder der Ball noch nicht mit vollem Umfang über der Linie war.

Ich hätte nichts dagegen, wenn die Medien diese Fehlersuche aufgeben würden. Irgendwann wird auch im Fußball technische Unterstützung möglich sein. Bis dahin wird halt dem Schwarzen Mann der Schwarze Peter gezeigt. Und wir Fans haben einen Grund zu Leiden!

 

Rauchender Mieter darf gekündigt werden

Als ich begann diesen Blog mit dem Titel dies & das zu schreiben, hatte ich bedenken regelmäßig (meine persönliches Ziel ist jeden Tag) Themen für einen Eintrag zu finden. Derzeit habe ich keine Probleme welche zu finden. Heute hat mich eine Meldung auf orf.at zu diesem Beitrag bewogen.

Die Schlagzeile „Rauchender Mieter darf gekündigt werden“ interessierte mich als Mensch der diesem Laster frönt sofort. Einem 75-jährigen Mieter wurde nach 40 Jahren der Mietvertrag gekündigt. Belästigung durch Zigarettenrauch sei ein Kündigungsgrund, so das Amtsgericht.

Der 75-jährige Mieter hatte das bestritten. Es habe sich lediglich ein Mieter im fünften Stock beschwert – weit entfernt von seiner Parterrewohnung. Außerdem könne er nichts dafür, dass seine Wohnungstür undicht sei. Allerdings hatte seine Anwältin die Argumente erst nachträglich in das Verfahren eingeführt, und das Gericht hatte sie als unentschuldigt verspätet nicht mehr zugelassen. Deshalb war das Gericht nicht in eine Beweisaufnahme eingetreten. Hätte die Anwältin rechtzeitig bestritten, dass eine unzumutbare Belästigung vorliegt, wäre es an der Vermieterin gewesen, das zu beweisen.

Dieser Absatz birgt die Hoffnung, dass in einem Berufungsverfahren doch noch anders entschieden wird. Nachdenklich hingegen stimmt mich dieser Absatz:

Experten betonen jedoch, dass es sich um Einzelurteil handelt. Das Rauchen in der eigenen Wohnung gilt als höchstrichterlich geschützte persönliche Freiheit. Der Bundesgerichtshof ließ aber 2006 und 2008 ausdrücklich offen, ob „exzessives Rauchen“ als vertragswidrige Nutzung angesehen werden kann. Außerdem hatten Gerichte Nichtrauchern, die sich durch Qualm belästigt fühlten, Mietminderungen zugesprochen.

Was bitte ist exzessives Rauchen? Wie soll das gemessen werden – Anzahl der gerauchten Zigaretten pro Stunde, Tag oder Woche? Eine vertragswidrige Nutzung bewirkt dann eine Kündigung?

Wie eingangs schon erwähnt bin ich selbst Raucher. Ich akzeptiere auch diesbezügliche Einschränkungen meiner persönlichen Freiheit. Zum Beispiel in öffentlichen Verkehrsmitteln, Speisesälen, Taxis, öffenlichen Räumen mit viel Parteienverkehr. Wenn es Regeln, Einschränkung und/oder Verbote gibt, dann sollen diese klar definiert sein. Solange Zigaretten frei verkauft werden und kein adäquater Ersatz vorhanden ist wird es Raucher geben. Die Tabaksteuer in Österreich ist die nach der Mineralölsteuer die zweithöchste Einnahmequelle bei den Verbrauchssteuern: lt. Statistik Austria im Jahr 2012: 1 Milliarde 621 Millionen – in Zahlen 1.621.000.000 – Euro!

Die Argumente, dass Raucher dem Staat „so viel Geld“ kosten, sind meiner Meinung so nicht richtig.  Es gibt eine Studie aus dem Jahr 2008. Da werden 430 Millionen Euro als Defizit angegeben. Ich nehme dieses Ergebnis so hin. Die Berechnung selbst – da hab ich so meine Zweifel. Als Beispiel die Kosten wegen Arbeitsausfall in der Höhe von 1.433.900.000 Euro kann ich nicht nachvollziehen.

Viel mehr wundert und ärgert mich die Tatsache, dass der volkswirtschaftliche Schaden durch Volksdroge Nummer 1 in Österreich – der Alkoholkonsum – immer wieder bagatellisiert wird! Laut einer Studie im Jahr 2011 sind dies 740 Millionen Euro!

Jede Sucht ist schlecht. Darüber gibt es glaube ich nichts zu diskutieren. Wenn ich eine Zigarette rauche möchte ich nur genau so behandelt werden wie der, der ein Bier trinkt!

Flüchtlingsprotest: Aufregung um Video

Aufregung sorgt wiedereinmal das Einschreiten der Polizei gegenüber Demonstranten. Anlass der Demonstrationen war die rechtsmäßige Abschiebung von 8 Pakistani, deren Asylantrag abgelehnt wurde. Da ich zum Recht auf Meinungsäußerung, auch im Rahmen von legalen Demonstrationen, stehe, habe ich mir dieses Video angesehen. Es soll den brutalen Übergriff eines Polizisten gegenüber einer Demonstrantin zeigen. Wer es noch nicht gesehen hat: Hier kann man es sich anschaun.

Ich habe dieses Video mir jetzt mindestens 20x angesehen. Und ich sehe immer wieder folgendes:

Es wird ein Polizeiansatz gefilmt. Notwendig wurde dieser dadurch, dass Demonstranten eine Zufahrt blockiert hatten (Quelle: ORF.at). Bei Sekunde 12 überholt eine Dame laufend die Kamera, gefolgt von einem Mann (Sekunde 13) und weiteren Personen. Die Polizei ruft etwas, was leider nicht verständlich ist. Bei Sekunde 15 bleibt die als erste an der Kamera vorbeilaufende Dame am rechten Bildrand stehen und verschwindet dann aus dem Bild. Eindeutig erkennbar ist, dass ein weiteres vordringen nicht gestattet ist – Sekunde 18. Als der Polizist, der eindeutige Gesten machte und auch verbal sich äußerte, an der Dame am rechten Bildrand vorbei war (sie stand zu diesem Zeitpunkt, ein weiteres Eingreifen war daher nicht notwendig) kommt sie wieder ins Bild und sucht offensichtlich eine Lücke, um die Polizeisperre zu umgehen – um nicht zu durchbrechen zu sagen. Bei Sekunde 21 läuft hat sie offensichtlich die erhoffte Lücke gefunden und läuft los. Ein Polizist sieht dies, läuft ihr entgegen und streckt die Hand nach ihr aus. Dann ist die Szene durch eine stehende weibliche Person verdeckt. Ab Sekunde 22 sieht man die Frau stürzen und den Polizisten, der ihr sofort zu Hilfe kommt. Aufgeschlagen ist die Dame mit dem linken Oberarm bzw. Schulter. Das sie sich in Folge des Sturzes auch den Kopf gestoßen hat will ich nicht ausschießen, hatte aber keine große Wirkung – dies erkennt man auch daran, dass sie sich Oberarm und Schulter am Boden sitzend hält.

Das ist, was ich in diesem Video sehe. Daher ärgere ich mich über die Aufregung und besonders die Kommentare gegen den ach so bösen Polizisten.

Die Polizei bekommt den Auftrag einen Bereich von Demonstranten zu räumen. Die Polizisten tun ihre Arbeit. Personen widersetzen sich Anordnungen, versuchen durchzuschlüpfen und werden versucht aufzuhalten. Dabei kommt es zu diesem Unfall. Mehr war es für mich nicht. Wenn ich die Kommentare unter dem YouTube Video lese, frage ich mich, was das soll. Menschen, die darauf hinweisen, dass die Polizisten nur ihre Arbeit getan haben, werden als Nazis hingestellt. So einfach ist es in Österreich, nur eine Meinung gelten zu lassen.

Wir leben in einem Rechtsstaat. Es gibt Gesetze, die eingehalten werden müssen. Egal ob für Österreicher, Ausländer, Asylwerber oder sonst wem. Sorge tragen, dass Gesetze eingehalten werden, fällt nun mal in das Aufgabengebiet der Polizei. Wenn 8 Pakistani kein Asyl bekommen, ihre Anträge abgelehnt wurden und diese dann außer Landes gebracht werden müssen da sie es freiwillig nicht tun – da verstehe ich die Demonstrationen nicht. Und wenn man glaubt, gegen diese nach rechtsstaatlichen Richtlinien gefällten Urteile demonstrieren zu müssen, die Abschiebung verhindern will – OK. Fällt für mich – sofern die Demonstration angemeldet ist – unter ebenfalls rechtsstaatlichem verhalten. Polizeisperren durchdringen zu wollen gehört aber nicht dazu. Es hat schon brutale Übergriffe der Polizei gegen Demonstranten gegeben – hier sehe ich einen Versuch, eine Person zu stoppen, die eine Polizeisperre ignoriert.

Die Argumentation, warum das „arme Opfer“ im Video unkenntlich gemacht wurde, der „böse Polizist“ jedoch mit Rang und Namen – auch wenn „vermutlich“ dabeisteht – genannt wird, sagt mir doch einiges. Siehe Screenshot:

Screenshot

Abschließend noch eine kleine Gedankenauffrischung: Einer dieser Pakistani überfiel am 1. Juni, am 2. Juni und am 5. Juni Taxilenker in Wien. Beim letzten Überfall wurde er vom Taxilenker erschossen.